EU-DSGVO! Was ist das und was geht mich das an? Diese Frage stellen sich viel zu wenige. Gerade diejenigen die eine Website zum Spaß oder aus Spaß aus der Freude betreiben können in eine teure „Abmahnfalle“ tappen. EU-DSGVO heißt Europäische Datenschutzgrundverordnung. Mit dieser EU-Richtlinie werden für alle EU-Länder und für alle Menschen und Firmen außerhalb der EU die Bedingungen für den digitalen Datenschutz massiv verstärkt und auf klare rechtliche Basis gestellt.

EU-DSGVO! Was ist das und was geht mich das an?

Einfache Website

Was habe ich, als einfacher Websitebetreiber damit zu tun? Gar nichts?
NEIN, leider stimmt diese Einschätzung so überhaupt nicht.

Aber sehen wir uns mal eine „hobbymäßig“ betriebene Website mal an.

Mit viel Glück hat diese zumindest ein Impressum.

  1. Verfügt die Website über einen Blog in dem auch Außenstehende als Autoren tätig werden dürfen?
  2. Hat die Website Social Media Share Buttons?
  3. Hat die Website ein Kontaktformular?
  4. Schreiben Sie Ihre Kontakte über einen E-Mail Provider an?
  5. Haben Sie einen Google Analytics Account für Ihre Website?

Abgesehen davon, dass eine Website ein Impressum haben muss, sonst machen Sie sich schon dadurch strafbar, genügt ein einziger der anderen aufgeführten Punkte damit Sie sich mit der DSGVO befassen müssen.

Keine Panik

Sehen wir uns die Punkte 2 bis 5 näher an.
Blog in dem auch Außenstehende als Autoren tätig werden dürfen

Da Sie nicht ständig überprüfen können ob Ihre Mitautoren sich an das Copyright halten müssen Sie unbedingt einen Haftungshinweis in Ihre Website aufnehmen. Zur Sicherheit würde ich einen entsprechenden Hinweis auf jeden Fall mit aufnehmen.

Verwenden Sie Social Media Share Buttons?

Viele setzen solche Buttons in Ihre Website um sich mit möglichst vielen Menschen über die sozialen Netzwerke zu verbinden. Eine gute Sache. Aber, solche Buttons verlangen von den Menschen die sich darüber verbinden häufig Informationen. Vor allem persönliche Daten werden entweder abgefragt oder aufgrund der Verbindung aus den sozialen Netzwerken geholt.

Hier müssen Sie unbedingt für alle Social Media Buttons eine gesonderte Hinweismeldung geben und die Möglichkeit schaffen, dass auf Wunsch diese Daten gelöscht und keine Informationen an die verbundenen Kontakte gesendet werden.

Hat Ihre Website ein Kontaktformular?

Mit einem solchen Kontaktformular speichern Sie selbst mehr oder weniger umfangreiche persönliche Daten. Selbst die schlichte E-Mailadresse gilt bereits als persönliche Information.

Sie müssen sicherstellen, dass

  1. Sie das double opt-in Verfahren einhalten. Das bedeutet, dass Sie Ihrem neuen Kontakt ein Schreiben zusenden müssen in dem dieser bestätigt, dass er damit einverstanden ist, dass er von Ihnen Informationen und evtl. Angebote für Produkte und Dienstleistungen übersandt bekommt.
  2. Außerdem müssen Sie ihn darauf aufmerksam machen, dass er jederzeit die Übersendung von E-Mails unterbinden kann und seine, Ihnen zur Verfügung gestellten persönlichen Daten gelöscht werden.
  3. Und schließlich müssen Sie einen Nachweis führen, dass das double opt-in Verfahren von Ihnen eingehalten wird.
  4. Sie müssen in einer Datenschutzerklärung darauf hinweisen und in jedem E-Mail das Sie versenden dem Empfänger die Möglichkeit geben durch einen einfachen Klick den Widerruf zu erklären und seine persönlichen Daten löschen zu lassen.

Also ein Aufwand der nicht unerheblich ist und von fast allen privaten Websitebetreibern kaum eingehalten wird oder gehalten werden kann.

Schreiben Sie Ihre Kontakte über einen E-Mail Provider an?

In diesem Fall haben Sie in aller Regel kein, nur mit hohem Aufwand, lösbares Problem. Bei der Verwendung eines amerikanischen Providers müssen Sie allerdings darauf achten ob dieser die europäischen Datenschutzrichtlinien einhält.

Wie auch immer, eine Datenschutzerklärung müssen Sie auf jeden Fall in Ihre Website mit aufnehmen.

Worauf Sie allerdings auch achten müssen, dass Sie mit Ihrem E-Mail Provider einen Vertrag über eine Auftragsdatenverarbeitung abschließen. Bei manchem E-Mail Provider kostet das etwas, bei anderen ist es möglicherweise kostenfrei.

Haben Sie einen Google Analytics Account für Ihre Website?

Manche Websitebetreiber verwenden Google Analytics um den Erfolg Ihrer Website überprüfen zu können. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn Sie

  • Diesen Fakt in Ihre Datenschutzerklärung aufnehmen
  • Mit Google einen Vertrag über eine Auftragsdatenverarbeitung abschließen. Dieser ist kostenfrei.

 

Zusammenfassung

Diese Informationen sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der DSGVO und für eine sichere rechtliche Beratung wenden Sie sich an einen spezialisierten Anwalt oder Sie nehmen die Hilfe der Website www.e-Recht24.de in Anspruch. Diese ist für Basisansprüche kostenfrei.

Vor allem ist wichtig, nehmen Sie die DSGVO nicht auf die leichte Schulter. Alle Websitebetreiber sind davon mehr oder weniger betroffen. Sie können sicher sein, es gibt Heerscharen Anwälte die nur darauf warten, dass ihnen eine nicht rechts konforme Website in die Hände fällt um den Betreiber umgehend eine teure Abmahnung zu senden.

Gutes Gelingen bei der Umsetzung wünscht

Friedrich Oswald

Link: https://geoeis.com/

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